Juli 2008

ETH Zürich und IBM errichten Nanotech-Labor
in der Greater Zurich Area

Die ETH Zürich und IBM intensivieren ihre langjährige wissenschaftliche Zusammenarbeit: Die beiden Institutionen investieren 90 Millionen US-Dollar in ein neues Forschungszentrum für Nanotechnologie. Entstehen wird das Zentrum auf dem Gelände des IBM-Forschungslabors in Rüschlikon (Kanton Zürich). Die Grundsteinlegung erfolgt im Frühjahr 2009, ab 2011 werden auf rund 6000 Quadratmetern die gemeinsamen Forschungsarbeiten aufgenommen. Geforscht wird in verschiedenen nanotechnologischen Bereichen, etwa in Nano-Photonics, Spintronics oder Tribologie.

Die Zusammenarbeit zwischen ETH und IBM wird das «Wissen über Nanotechnologie und deren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten beschleunigt vorantreiben», wie John E. Kelly, Senior Vice-President und Direktor für Forschung bei IBM sagt. Davon wird auch die Schweizer Wirtschaft profitieren: «Dieses Nanotech-Lab wird ein grosser Gewinn nicht nur für die beteiligten Institute, sondern auch für die Schweizer Industrie insgesamt sein», freut sich Ralph Eichler, Präsident der ETH. Auch ermöglicht das neue Labor den ETH-Studierenden, ihre Forschungsarbeit in enger Zusammenarbeit mit einem industriellen Partner durchzuführen.

Bereits in der Vergangenheit konnten die ETH Zürich und IBM im Zusammenhang mit der Nanotechnologie grosse Erfolge verbuchen: mit den quantenmechanischen Konzepten Wolfgang Paulis bzw. mit der Entwicklung des Rastertunnelmikroskops durch Gerhard Binning und Heinrich Rohrer. Das neue Forschungslabor bietet gute Voraussetzungen, die Nanotechnologie nochmals einen entscheidenden Schritt voranzubringen.

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