April 2008

Publikation von ETH Zürich und Empa international ausgezeichnet

In ihrer Aprilausgabe hat die von der University of Iowa herausgegebene Fachzeitschrift «Environmental Science & Technology» eine Arbeit des ETH-Instituts für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften und der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) prämiert. Aus 1200 Publikationen wurde die Veröffentlichung als «Best Paper 2007» im Bereich Umweltwissenschaften ausgezeichnet. Die Arbeit beschreibt einen Mechanismus, mit dem bestimmte metallhaltige Nanopartikel menschliche Lungenzellen stressen und schädigen können. Dabei fanden die Forscher heraus, dass es die chemische Zusammensetzung der Partikel zu sein scheint, die den Zellen Schaden zufügt. Sollte sich diese Annahme bestätigen, könnte daraus abgeleitet werden, welche Partikel in Zukunft vorrangig untersucht werden müssen.

Der Forschungsfortschritt ist insofern von Bedeutung, als damit die Entwicklung von sicheren und nachhaltigen Nano-Anwendungen gefördert wird. Laut Studienleiter und ETH-Professor Wendelin Stark hängt die langfristige Nutzung der Vorteile der Nanotechnologie von einer sorgfältigen Risiko- und Nachhaltigkeitsanalyse ab.

Die Prämierung der Publikation, die auf Erstautor Ludwig Limbach vom Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften zurückgeht, ist ein Beispiel für die fruchtbare Vernetzung und Zusammenarbeit von Schweizer Hochschulen und Forschungsinstitutionen. Der Fokus von ETH und Empa auf die zukunftsweisende Nanotechnologie zeugt zudem vom Innovationspotenzial des Wissensstandortes Schweiz.

Die Empa ist eine interdisziplinäre Forschungs- und Dienstleistungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung innerhalb des ETH-Bereichs. Ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich an den Anforderungen der Industrie und den Bedürfnissen der Gesellschaft und fungieren als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Industrie.

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